1.8.
Mein
Turnierbericht vom Turnier in Horb
Diesmal war die Turnieranreise
bedeutend kürzer als in den vergangenen Wochen – zumal ich
noch einen Zwischenstopp in Würzburg einlegte, um dort noch
etwas mit meiner Doppelpartnerin Franziska Götz zu
trainieren. Zusammen mit Franzi fuhr ich dann zum Turnierort
nach Horb, in der Nähe von Stuttgart. Ein paar Örtchen
weiter wohnen Franzis Großeltern, bei denen wir übernachten
durften und die sich ganz rührend um uns kümmerten.
Am Dienstag begannen dann die
Matches. Mein erstes Spiel bestritt ich gegen die
Württembergerin Martina Pavelec, gegen die ich noch
eine Revanche vom letzten Jahr offen hatte. Zu dem Match
herrschten „special weatherconditions“ – es war so heiß,
dass die Spieler vor dem dritten Satz eine 10minütige Pause
nehmen durften. Also war es genau mein Wetter *g*. Ich
fühlte mich gut und ging ganz konzentriert in das Match.
Meine Gegnerin startete mit vielen Fehlern, so dass ich
schnell den ersten Satz 6:1 gewonnen hatte und im 2. Satz
mit 4:1 führte. Doch Martina steigerte sich und traf
zunehmend besser. Nach mehrmals Einstand und Vorteil gelang
es mir dann aber das wichtige Spiel zum 5:2 zu gewinnen und
ich brachte dann noch meinen Aufschlag durch - 6:1/6:2.
Am gleichen Tag stand ebenfalls
die 1. Runde im Doppel auf dem Programm. Franzi und
ich spielten das erste Mal zusammen und hatten auch
entsprechende Anfangs-schwierigkeiten. Zunächst war das
Doppelmatch gegen Juliet Bocklet (GER) und Ana
Kovacevic (CRO) recht ausgeglichen, aber uns gelang es
den 1. Satz mit 6:4 für uns zu entscheiden. Der 2.
Durchgang verlief dann etwas schneller mit 6:2.
Am Mittwoch stand dann gleich
das Zweitrundenmatch in der Doppelkonkurrenz
an. Dort trafen wir auf die Topgesetzten Dia Evtimova (BUL)
und Josipa Bek (CRO). Wir waren vor der Bulgarin mit
ihren Powerschlägen und der gut vollierenden Kroatin gewarnt
und versuchten dagegen zu halten. Dies klappte ganz gut,
denn wir spielten fast fehlerlos und gewannen sogar den 1.
Satz deutlich mit 6:1. Allerdings kamen unsere beiden
Gegnerinnen besser in den Schlag und agierten besser, so
dass die nächsten beiden Sätze leider mit 3:6 und 3:6
verloren gingen. Doch den bestimmt 100 Zuschauern wurde ein
gutes und spannendes Spiel geboten.
Am gleichen Abend fand dann noch
die Players Party statt, bei der „Die Dicken Fische“
spielten und es ein kaltes Buffet für die Spieler gab.
Danach wurden wir vom Turniershuttleservice nach Rottenburg
gefahren (wo die Großeltern wohnen) – in einem 7er BMW mit
220 Sachen über die Landstraße, Infrarot-Bildschirm
eingeschaltet, Radio voll aufgedreht
J.
So macht das Autofahren Spaß *g*.
Am Donnerstag spielte ich im
Einzel gegen Syna Kayser aus Baden, die mit einer
Wildcard in das Turnier gekommen war. Gegen Syna hatte ich
schon im Winter in der Halle einmal gespielt, das Match
verlor ich damals knapp. Und auch diesmal ging es sehr knapp
zu. Zunächst startete ich das Match mit einer 2:0-Führung,
lag dann aber mit 2:4 zurück. Ich spielte wieder etwas
offensiver gegen das unangenehme Spiel der Badenerin – 4:4
und schließlich konnte ich mich nach einem abgewehrten
Satzball noch mit 7:5 im ersten Satz durchsetzen. Im
zweiten Durchgang überpowerte ich dann etwas und machte mehr
Fehler als Winner, so dass dieser mit 3:6 verloren
ging. Ein entscheidender Dritter musste her. Bis zum 3:4 lag
ich immer mit einem Spiel hinten. Dann gelang es mir jedoch
2 Spiele in Folge zu gewinnen und dann hatte ich Matchball.
Diesen Matchball wusste Syna aber mit einem guten Aufschlag
und anschließendem druckvollen Spiel erfolgreich abzuwehren
und zum 5:5 aufzuholen. Beim 6:5 für sie war ich nun an der
Reihe einen Matchball von ihr abzuwehren. Dann kam es zum
Tie-Break... Dort spielte ich sehr druckvoll, fast fehlerlos
und machte viele Winner. Ich spielte in diesem Tiebreak
besser als bislang das ganze Match. Und so ging der
entscheidende Siebener mit 7:1 an mich. Ich war
überglücklich.
Am nächsten Tag stand dann das
Viertelfinale gegen Annemarie Sere (ROM, an
Position 4 gesetzt) auf dem Programm – allerdings erst spät
am Abend, so dass ich leider nicht an dem Frühstück mit dem
Bürgermeister teilnehmen konnte.
Meine Gegnerin spielte sehr
gutes und cleveres Sandplatztennis und sie gewann den 1.
Satz mit 6:3. Im zweiten Satz dominierte ich dann das Spiel
und konnte diesen auch mit 6:2 für mich entscheiden. Der
dritte Durchgang gestaltete sich ausgeglichen, leider konnte
ich das wichtige Spiel zum 4:3 nicht gewinnen und verlor
dieses Match mit 3:6/6:2/3:6. Trotzdem hat es
riesigen Spaß gemacht und wir haben beide gutes Tennis
gezeigt. Enttäuscht bin ich nicht, im Gegenteil – ich gehe
motiviert in das nächste Turnier in Gdynia (Polen).
Abschluss-Tableaus:
- Einzel -
- Doppel - |